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Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Spannung von Synchronriemen

Time : 2025-12-22

Die richtige Spannung ist entscheidend für einen effizienten, leisen und langlebigen Betrieb von Zahnriemenantrieben, die häufig in Motoren, Industriemaschinen und Präzisionsgeräten eingesetzt werden. Eine falsche Spannung – sei es zu locker oder zu straff – ist eine der Hauptursachen für vorzeitigen Riemenverschleiß, übermäßigen Lärm und Lagerbeanspruchung.

Diese Anleitung bietet einen klaren, methodischen Ansatz, um die optimale Zahnriemen-Spannung zu erreichen und so höchste Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sicherzustellen.

Warum die richtige Spannung wichtig ist

Zu locker: Verursacht Riemenschlupf (auch bei verzahnten Riemenscheiben), Verlust der Positionsgenauigkeit, übermäßige Wärmeentwicklung und beschleunigten Zahnabrieb.

Zu straff: Erhöht die Belastung von Wellen und Lagern, führt zu Überhitzung, verkürzter Lagerlebensdauer und möglicherweise zum Bruch der Zugträger des Riemens.

Erforderliche Werkzeuge:

Vom Hersteller vorgegebene Spannvorgaben

Ein Riemenspannungs-Messgerät (Kraft-Abweichungs- oder Schalltyp)

Grundlegende Handwerkzeuge (Schraubenschlüssel, Inbusschlüssel)

Eine gerade Kante oder ein Lineal (für die Durchbiegemethode)

Das empfohlene Spannverfahren:

1. Erstinbetriebnahme und Einrichtung

Stellen Sie sicher, dass der Antrieb abgeschaltet und gesperrt ist. Installieren Sie den neuen Riemen auf den Riemenscheiben. Verwenden Sie keine übermäßige Kraft oder hebeln Sie den Riemen nicht auf, da dies die Seile beschädigen kann. Der Riemen sollte vollständig in die Nut der Riemenscheibe eingezogen sein.

2. Vorläufige Spannung anlegen

Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Motors oder der Umlenkrolle. Bewegen Sie mithilfe des Verstellemechanismus die Rolle, um eine moderate Anfangsspannung am Riemen anzubringen. Ziehen Sie die Befestigungsschrauben gerade fest genug an, um die Position zu halten.

3. Messen und Einstellen gemäß Vorgabe

Dies ist der wichtigste Schritt. Verwenden Sie eine der beiden zuverlässigen Methoden:

Durchbiegekraft-Methode (am gebräuchlichsten): Drücken Sie den Riemen in der Mitte zwischen zwei Riemenscheiben mit einer vorgegebenen Kraft (vom Hersteller) nach unten. Messen Sie den resultierenden Durchbiegeweg. Stellen Sie die Riemenscheibe so ein, bis die Durchbiegung dem für Ihre Riemenspannlänge und -typ vorgegebenen Wert entspricht.

Methode mit Schallspannungsmessgerät (genaueste Methode): Dieses Gerät misst die Eigenfrequenz des Riemens, wenn er angeschnipst wird. Geben Sie das Riemenmassengewicht und die Spannlänge ein. Schnipsen Sie den Riemen an und stellen Sie die Riemenscheibe so ein, bis das Messgerät die vom Hersteller vorgegebene Ziel-Frequenz anzeigt.

4. Fertigstellen und Überprüfen

Sobald die korrekte Vorspannung erreicht ist, ziehen Sie alle Befestigungsschrauben gemäß den Drehmomentvorgaben des Herstellers sicher fest. Prüfen Sie die Vorspannung nach dem endgültigen Anziehen erneut, da sich diese manchmal verändern kann.

5. Einlaufen und erneute Kontrolle

Neue Riemen weisen häufig während der ersten 24 bis 48 Betriebsstunden einen leichten Vorspannungsverlust auf (Einlaufphase). Es ist empfehlenswert, nach dieser Anlaufzeit die Vorspannung erneut zu prüfen und ggf. leicht nachzuziehen, um eine dauerhafte Einstellung zu gewährleisten.

Profifunktion: Konsultieren Sie immer das spezifische technische Handbuch für Ihr Antriebssystem. Unterschiedliche Riemenprofile (z. B. GT2, HTD, T5) und Materialien haben jeweils unterschiedliche Vorspannungsanforderungen.

Für weitere Informationen oder technische Unterstützung kontaktieren Sie uns bitte.

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