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Ein Leitfaden zur Auswahl des richtigen Zahnriemens und der passenden Riemenscheibe für Ihre Anwendung

Time : 2025-12-24

Im Bereich der präzisen mechanischen Kraftübertragung ist die Kombination aus Zahnriemen und Riemenscheiben eine zentrale Komponente zur Übertragung von Bewegung und Leistung. Die korrekte Auswahl ist entscheidend, da sie nicht nur die Effizienz, Genauigkeit und Geräuschentwicklung eines Systems bestimmt, sondern auch dessen Langzeitzuverlässigkeit und die Gesamtbetriebskosten beeinflusst. Eine ungeeignete Auswahl kann zu Zahnüberschlag, vorzeitigem Verschleiß, Energieverlust und sogar unplanmäßigen Ausfallzeiten führen.

Dieser Leitfaden bietet einen systematischen Ansatz, um Ingenieuren und Wartungspersonal bei der Auswahl des am besten geeigneten Zahnriemens und der passenden Riemenscheibe für ihre spezifischen Anwendungen zu helfen.

Schritt 1: Festlegung der grundlegenden Anwendungsparameter

Eine erfolgreiche Auswahl beginnt mit einer klaren Definition der Anforderungen. Bevor Sie Produktkataloge konsultieren, sollten folgende wichtige Angaben geklärt sein:

Leistung & Drehmoment: Wie viel Leistung muss das System übertragen? Was ist das maximale Drehmoment?

Drehzahl: Wie hoch sind die Drehzahlen (U/min) der Antriebs- und Abtriebswelle? Welches Übersetzungsverhältnis ist erforderlich?

Bauliche Beschränkungen: Geben Platzbeschränkungen vorgegeben, die Riemenscheibendurchmesser oder Wellenabstand beeinflussen?

Umgebungsbedingungen: Wird das System extremen Temperaturen, Ölen, Chemikalien, Staub oder Feuchtigkeit ausgesetzt?

Präzisions- und Geräusch­anforderungen: Benötigt die Anwendung eine hohe Positioniergenauigkeit? Gibt es strenge Anforderungen an die Betriebsgeräusche?

Schritt 2: Auswahl des Zahnriemen-Typs und Zahnprofils

Die Leistung eines Zahnriemens wird hauptsächlich durch sein Zahnprofil und Material bestimmt.

Bestimmung des Zahnprofils:

Trapezförmig (z. B. MXL, XL, L, H): Klassische Konstruktion, geeignet für mittlere Lasten und allgemeine industrielle Anwendungen.

Kurvilinear (z. B. HTD, STD, GT): Die moderne Standardwahl. Die abgerundete Zahnwurzel sorgt für eine bessere Spannungsverteilung und ermöglicht eine höhere Drehmomentübertragung, leisere Funktion und längere Lebensdauer. HTD (High Torque Drive) und die fortschrittlicheren GT (Gates GT®)-Serie sind weit verbreitet in der Automatisierung, Servosystemen usw.

Spezialprofile (z. B. AT, T, PolyChain®): Für extrem hohe Drehmomente, schwere Lasten oder besondere Synchronisationsanforderungen konzipiert.

Allgemeine Regel: Für moderne Hochleistungsanwendungen, insbesondere Servoantriebe, werden kurvilineare Profile empfohlen.

Wählen Sie das Riemenmaterial:

Polyurethan-Körper + Stahl-/Aramid-Einlagen: Am gebräuchlichsten. Polyurethan ist verschleißfest, flexibel und beständig gegen viele Substanzen. Geeignet für die meisten industriellen Umgebungen.

Gummi-Körper + Glasfaser-Einlagen: Häufig in Schwerlastantrieben eingesetzt und bietet hervorragende Schlag- und Ermüdungsbeständigkeit.

Teflonbeschichtete oder vollständige PTFE-Gürtel: Verwendet in der Lebensmittel-, Pharma- oder Anwendungen, die Antihaftung, einfache Reinigung oder Beständigkeit gegen starke Chemikalien erfordern.

Schritt 3: Auswahl und Abstimmung der Zahnriemenscheibe

Riemenscheiben sind keine eigenständigen Komponenten; sie müssen exakt zum Riemen passen.

Zahnprofil und Teilung müssen übereinstimmen: Wählen Sie eine Scheibe mit genau dem gleichen Zahnprofil und der gleichen Teilung (z. B. 5M, 8M, GT2-3 mm) wie der Zahnriemen. Dies ist ein unabdingbares Prinzip.

Bestimmung der Zähnezahl (Durchmesser):

Zähnezahl der kleinen Riemenscheibe: Dies ist entscheidend. Zu wenige Zähne erhöhen die Biegeermüdung und verkürzen die Riemenlebensdauer. Konsultieren Sie die vom Hersteller empfohlene Mindestzähnezahl-Tabelle, basierend auf übertragenem Drehmoment und Riemengeschwindigkeit.

Übersetzungsverhältnis und Achsabstand: Bestimmen Sie die Zahnkombination aus großer und kleiner Riemenscheibe anhand des Übersetzungsverhältnisses und prüfen Sie die Durchführbarkeit innerhalb des verfügbaren Einbauraums (Achsabstand).

Spezifizieren Sie die Riemenscheibe:

Material: Gängige Optionen sind Aluminium (leicht, hohe Geschwindigkeit), Stahl (hohe Steifigkeit, schwere Beanspruchung) oder technische Kunststoffe (korrosionsbeständig, geräuscharm).

Flanschtyp: Standard, geflanscht (zur Verhinderung des seitlichen Abrutschens) oder mit gewölbten Zähnen.

Bohrung & Montage: Bestimmen Sie die Bohrungsart (Passfeder, Klemmbuchse, Spannkegel, etc.) und -größe, um eine sichere Verbindung mit der Welle sicherzustellen.

Schritt 4: Berechnung & Endgültige Festlegung

Verwenden Sie die Online-Auslegungssoftware des Herstellers oder die technischen Handbücher. Geben Sie alle Parameter (Leistung, Drehzahl, Übersetzungsverhältnis, Achsabstand, Betriebsfaktor, etc.) zur detaillierten Berechnung ein. Dadurch wird folgendes endgültig festgelegt:

Das genaue Zahnriemenmodell und die Breite.

Die endgültige Zahnzahl und das Modell der Riemenscheibe.

Die empfohlene Anfangsspannung bei der Montage.

Vermeiden Sie häufige Fehler

Die Auswahl ausschließlich aufgrund von Erfahrung oder Optik.

Die Vernachlässigung der Umwelteinflüsse auf die Materialwahl.

Die Auswahl von nicht standardmäßigen oder niedrigpräzisen Riemenscheiben, um Kosten zu sparen, beschleunigt den Riemenverschleiß.

Keine ausreichende Berücksichtigung des notwendigen Wartungs- und Spannraums.

Der Wert professioneller Unterstützung

Bei kritischen oder komplexen Anwendungen wird dringend empfohlen, einen Fachspezialisten für Leistungsübertragung hinzuzuziehen. Ein professioneller Lieferant kann umfassende Unterstützung bieten – von Berechnungen zur Auswahl über Probentests bis hin zu Installationsanleitungen – und so sicherstellen, dass die Systemleistung von Anfang an optimal ist.

Für weitere Informationen oder um kostenfreie Auswahlhilfe in Anspruch zu nehmen, kontaktieren Sie uns bitte.

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